Das Internet umgangssprachlich auch „World Wide Web“ genannt, ist ein weltweites verbundenes Netzwerk aus Rechnern. Es wird nicht nur von vielen Menschen privat und geschäftlich als virtuelles Nachschlagewerk zur Recherche genutzt, sondern es hat zunehmend eine wichtigere Stellung im Kommunikationsbereich. Besonders bei den Internetdiensten wie beispielsweise bei Emails, Diskussionsforen oder Chats aber auch zunehmend im Telefonie-, Radio- und Fernsehbereich verzeichnet das Internet einen ständig ansteigenden Zuwachs.
Aufgrund des immer größer werdenden Einsatzbereiches und der stetig wachsenden Benutzerzahl ist es nachvollziehbar, dass auch eine mobile Nutzung des Internets von immer mehr Menschen gefordert wird. Mobiles Internet existiert bereits seit den 1990er Jahren und war auch schon zu jener Zeit mobil per Handy nutzbar. Jedoch waren damals die Datenverbindungen mit dem so genannten GSM (Global System for Mobile Communications) Netz relativ langsam. Die Entwicklungen in der Mobilfunktechnik brachten durch so genannte GSM Erweiterungen, wie zum Beispiel HSCSD, GPRS und EDGE einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs. Weiterhin prognostizieren Fachleute für die kommenden Jahre, dass immer mehr Menschen mobiles Internet nutzen werden.
Ein wichtiger Schritt für das mobile Internet war im Jahr 2002 die Einführung des Mobilfunkstandards UMTS (Universal Mobile Telecommunikations System) durch den eine deutlich höhere Datenübertragungsrate möglich wurde. Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s und Uploadgeschwindigkeiten von bis zu 1,45 MBit/s sind mittlerweile für die Endkunden möglich. Dank des mobilen Internets können jetzt auch Kunden außerhalb der Reichweite vom leitungsgebundenen Internet mit hoher Geschwindigkeit im Internet surfen. So stellt mobiles Internet eine gute Ergänzung zum leitungsgebundenen Internet dar, indem es die Lücken bei der Internetversorgung schließt. Zuvor waren diese Lücken nur durch einen Internetzugang über Satellit zu überbrücken. Bei dieser Art der Internetnutzung sind jedoch die Kosten immens hoch und die Datengeschwindigkeit ist gering.

Im Europäischen Vergleich besitzt Deutschland im Bereich mobiles Internet noch ein enormes Zuwachspotential, da bisher aufgrund relativ teurer Datenverbindungspreise das mobile Internet geringer genutzt wurde. Weiterhin war es für den Nutzer oft nicht nachvollziehbar wie viel Megabyte eine bestimmte Internetseite benötigt, so war es schwierig eine Kostenkontrolle zu bewahren. Auch winzige Displays der Handys oder für kleine Displays nicht angepasste Internetseiten machten die Nutzung des mobilen Internets speziell mit Handys schwierig.
Seit dem Jahreswechsel 2007 / 2008 haben jedoch einige Mobilfunkanbieter E-Plus, O2, Vodafone, Simyo, blau.de, und T-Mobile ihre Preise für die mobile Internetnutzung erheblich gesenkt und mittlerweile wurden auch die Mobilgeräte den Nutzungsanforderungen der Kunden verstärkt angepasst. Überwiegend Handys der neueren Generation sind die Zugangsgeräte mit denen das mobile Internet genutzt werden kann, oft sind schon im Originalzustand die Webbrowser vorinstalliert. Die Mobilfunktechnik ist bei einigen Handys GPRS, bei den Smartphones normalerweise UMTS, zunehmend ist auch WLAN vorhanden. Aber auch Notebooks oder Netbooks haben oft ein bereits eingebautes Funkmodem oder sie können mit einer externen UMTS Datenkarte bzw. einem UMTS Stick für die mobile Datenübertragung tauglich gemacht werden.

